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Autor Tema: Relković od Ehrendorf iz Klokočevika  (Posjeta: 19186 )
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Marica
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« : Studeni 25, 2011, 22:26:06 »


Relković

Relković ist im Jahre 1732 in Svinjar in Slawonien geboren. Seine Schulbildung begann er im Kloster Cernik, wohin er von seinem Vater, einem Grenzoffizier, gebracht wurde, als derselbe in den Krieg nach Italien zog.

Später setzte der junge Mathias seine Studien in Budim (Ofen) fort und im 17. Jahre trat er in den Militärdienst. Anfangs diente er im Gradiskaner Regiment, wo er im Jahre 1750 Fähnrich wurde und als solcher heiratete.

Darauf wurde er zum Broder Regiment versetzt, mit welchem er als Lieutenant im siebenjährigen Kriege teilnahm. In der Schlacht bei Breslau (1757) wurde er vom Feinde gefangen genommen und in die Stadt geführt. Infolge einer ungünstigen Schlacht war das feindliche Heer Breslau zu räumen genötigt und die gefangen genommene österreichische Miliz, darunter auch Relkovic, wurde freigelassen.

Nach der Schlacht bei Leiten nahmen die Preußen den Relković zum zweiten Mal gefangen und führten ihn nach Frankfurt an der Oder. Da blieb Relkovic längere Zeit, lernte auch die französische Sprache und studierte das Leben des deutschen Volkes. Nach dem erfolgten Frieden tauschten die Gegner ihre Gefangenen aus und so erlangte Relković wieder seine Freiheit. Auch am späteren bayerischen Erbfolgekrieg im Jahre 1778 und 1779 hatte er teilgenommen. In seinem Vaterland wechselte er die Dienstposten häufig, indem er in Nijemci, Šamac, Bošnjaci und Babina Greda gedient hatte.

Gegen das Jahr 1785 wurde er als Hauptmann pensioniert und allem Anscheine nach bei dieser Gelegenheit in den Adelsstand mit dem Titel "von Ehrendorf" erhoben. Bei der Pensionierung wollte er um den Majorstitel nicht bekommen, wie aus einem Briefe ersichtlich ist, wo er schreibt: "Kad nisam postao majorom dok sam mogao majoricirat, što će mi sada prazan titul". Nachdem er pensioniert wurde, zog er samt der Frau nach Vinkovce und dort starb er im Jahre 1798.

Aleksa Ivić, Beč, den 8. XII. 1905
_________________________________

Neue Beiträge über M. A. Relkorić

In neuerer Zeit haben Herr Ivić (Urkundliche Beiträge zur Biographie des Dichters Relković (1), Archiv für slawische Philologie XXVIII) und Herr Martinović (Relković (1)) i njegovi potomci, Narodne novine 1909, Nr. 104, 106, 107) aus zeitgenössischen Quellen interessante Beiträge zur Biographie Relkovićs veröffentlicht. Die vorliegenden "neuen Beiträge", die ich meiner für die Ausgabe der Werke Relkovićs in den Stari pisci hrvatski bestimmte Vorrede entnehme, soll das bisher Bekannte in einigen Punkten ergänzen.

1. Biographische Daten

Bereits Herr Ivić sprach die Vermutung aus, der im Jahre 1750 zum Hauptmann ermannte Stipo Relković sei der Vater des Dichters (2). Diese Vermutung wird durch die Urkunden des Wiener Kriegsarchivs bestätigt. Im Berichte FML. Engelshofens dd. 12. Januar 1751 (3) wird Matho Relkovich ausdrücklich "des bei dem Regiment: befindlichen, sich durch langwierig getreue Dienste und Wohlverhalten verdient gemacht Hauptmanns gleichen Nehmens Sohn" genannt. Aus den beiden Beilagen dieses Berichtes, Liste aller Ober-Offiziers, welche bei dem Löbl. Gradiskaner Infanterie Regiment, a 1 9 1750 angestellt ... und Effektive Stand und Dienst Tabelle pro November. 1750 sieht man, dass es zu dieser Zeit im Gradiskaner Regiment außer dem genannten Stipo Relković keinen anderen Hauptmann desselben Namens gab. Da im Dekrete, mit welchem Stipo zum Hauptmann ernannt wurde (4), ausdrücklich hervorgehoben wird, dass diese Ernennung "in gdster Ansehung seiner von 1723 an von gemeinen an bis zur Hauptmanns Stelle, sonderlich in dem Letzt für gewesten Tücken Krieg, wie auch letzthin in Welschland (Italien und Frankreich) getreu und tapfer geleisteten Feld-Kriege-Dienste" erfolgt war, so kann der Hauptmann Relković, der 1717 bei Svinjar (heute: Davor) einen Sieg über die Türken davontrug und dessen Heldentat auch im Volkslied erwähnt wird (5), keineswegs der Vater unseres Dichters sein (6). Der ihm verliehenen Hauptmannswürde erfreute sich Stipo Relković nicht lange: in dem bereits erwähnten, dem Hofkriegsrate unterbreiteten Berichte dd. 12. Januar 1751 teilt FML. Engelshofen mit, der Hauptmann Stephan Relkovich habe ihm ein Memorial (Auszeichnung) überreicht, "dass  Er in Ansehung der ihm durch das Alter und Krankheit von Tag zu Tag anwachsenden Schwachheit nicht wohl mehr denen Militär Obliegenheiten vorzustehen sich im Stande befinde". Bereits im Februar 1751 gelegentlich der Unterbreitung der Standestabelle pro 9 et 10 1750 et Januar a. c. meldete der Kommandant des Gradiskaner Regimentes den Tod des Hauptmannes Stipo Relkovich: "und zeiget an, wie der Hauptmann Stipo Relkovich mit Todt abgegangen und dessen Compagnie vacant seye". (7)

Als Witwe nach Stipo Relkovich wird "Maria geborene Despacsevich" erwähnt, die 1773 im Alter von 70 Jahren um eine Pension eingereicht hatte (8). In der Urkunde für die Sämtlichen Offiziers Witwen bei dem Löbl. Gradiscaner Gränitz Infanterie Regiment (9) . . . wird ausdrücklich gesagt, dass Stipo Relkovich als "ober Lieutenant" Maria Despacsevich geheiratet hat. Nach den Sitten unserer Grenzer wäre es bereits an und für sich unwahrscheinlich, dass Stipo Relkovich erst als "ober Leutenant“ das erste Mal geheiratet hätte. Seine Witwe Mara Relkovich hebt im erwähnten Pensionsgesuche dd. 28. April 1773 hervor, sie sei von ihrem Manne "als eine mittellose Witwe nebst noch einen Sohn, welcher ganzer Invalid ist, hinterlassen" und infolge dessen ihres "hohen Alters und Kraftlosigkeit wegen" nicht imstande sich zu erhalten. Aus anderen im Kriegsarchive erhaltenen Akten ist es bekannt, dass gerade im Jahre 1773 Mathias Relkovich als ein tüchtiger Offizier von seinen Vorgesetzten zum Kapitänleutnant (KptLt, KL) vorgeschlagen wurde, (9) so dass die Witwe seines Vaters wohl nicht an Matija denken konnte, als sie sich vor dem Kriegsrate auf ihren Sohn, "welcher ganzer Invalid ist", berief. Die Annahme, Maria Despacsevich sei nur Stiefmutter des Dichters, wird sowohl durch die bereits erwähnte Urkunde als auch durch die Konsignation deren bei denen Slawonischen Grenz-Truppen durch absterben ihrer Männer in den Witten-Stand Verfallenen, um eine allergnädigste Pension das demütigsten ansuchen machenden Offiziers Witwen bestätigt, denn die für Kinder bestimmte Rubrik wurde bei Stipo Relkovich und seiner Gattin Maria Despacsevich leer gelassen.

Die erste Nachricht, die ich über Matija Relkovich selbst im Kriegsarchive gefunden habe, ist in dem wiederholt erwähnten Berichte FML. Engelshofens dd. 12. Januar 1751 enthalten und spricht mit besonderer Anerkennung von der Bildung und Begabung des jungen Relkovich: "Ferners wurde der Matho Relkovich als Fähnrich von Führer avanciert, weil er nicht nur des bei dem Regiment befindlichen sich durch langwierig getreue Dienste und Wohlverhalten verdient gemachten Hauptmanns gleichen Namens Sohn, sondern weil Er auch in Ansehung seiner Person selbst als ober Offizier zu dienen fähig ist, zumal selber unter denen erlernten fünf Sprachen auch der Deutschen kundig, sich in dem Neuen Exercitio (Tätigkeit) mit vieler Geschicklichkeit festgestellt, und bereits schon durch viele Jahre bei dem Regiment als Unteroffizier Dienste getan". In den beiden diesem Berichte beiliegenden Verzeichnissen der Offiziere des Gradiskaner Regimentes für den November 1750 erscheint Matija Relkovich bereits unter den "Fähnrich".

In seinem heimatlichen Gradiskaner Regimente blieb Relkovich nicht lange. Mit dem Dekret (Beschluss) vom 7. Mai 1753 (10) hat ihm die Kaiserin "in Erwägung seiner eine geraume Zeit her in dem Gradiscaner Inf. Rgt. gut und mit Zufriedenheit geleisteten Kriegs Dienste und dadurch erlangten Kriegs Erfahrenheit den Rang Ihres Kais. König. Unterleutnant verliehen, auch qua tale in dem Brodskom Regiment zu Fuß zur Dienstleistung wirklich angestellt".

__________________
1) Abweichend von der heute üblichen Sehreibweise "Reljković" schreiben Ivić und Martinović ausschließlich "Relković" - wohl eine Folge ihrer Beschäftigung mit den Akten und Protokollen aus der Zeit Relkovićs in denen der Familienname in der Regel "Relkovich" neben "Relkovics" und "Relkowiz" geschrieben wird. Der Dichter selbst schrieb ebenfalls seinen Namen immer "Relkovich", obschon er sonst (ausgenommen "I" vor "i" in der Vinkovcer Handsehrift und in der ersten Ausgabe des Satire) die Laute I und "lj" in der Schrift wohl unterschied. Im Geburtsorte Relkovićs wird dieser Name - wie es mir vom Pfarrer A. Vuković mitgeteilt wurde - vom Volke ausnahmslos "Relković" gesprochen, und dieselbe Aussprache ist auch in der Umgebung von Vinkovci, wo Relković einen großen Teil seines Lebens zubrachte und starb, die allein übliche (Prof. Brunšmid). Nur in Klokočevik bei Brod, wo die Nachkommen des Dichters leben, ist die Aussprache "Reljković" üblich (H. J. Becker. Die Schreibweise "Reljkovich" kommt in alten Dokumenten fast gar nicht vor. Mir sind nur zwei vereinzelte Fälle dieser Schreibweise bekannt: zuerst einmal im Jahre 1793 in den Matrikeln (Personenverzeichnis) der Gemeinde Trnjani (sonst auch in diesen Matrikeln nur "Relkovich") und später in einer aus dem Jahre 1836 stammenden, unter den Familienakten Herren Prof. Brunschmid erhaltenen Abschrift eines Testamentes vom Jahre 1794 (mit einem Zusatze aus dem Jahre 1797), wo der Name des Dichters zweimal vorkommt, und zwar das erste Mal "Mathias Anton von Relkovich von Ehrendorf m.p. Hauptmann als erbetener Zeug" und das zweite Mal "Reljkovich m.p. Hauptman als Zeug".

  2) Archiv für slawische Philologie XXVIII, 301.
  3) Kriegsarchiv: 1752, Dezember, 406.
  4) Kriegsarchiv: 1750, Januar, 50.
  5) Ilić, Lovorike, 97 n. 104.
  6) Scherzer, Život M. A. Reljkovića (Nastavni vjesnik VIII,
  7) Kriegsarchiv: Exp. 1751, folg. 285. Die in der Urkunde für die Sämtlichen Offiziers Witwen (Kriegsarchiv: 1173, 65-616] enthaltene Angabe, Stipe Relkovich sei am 31. X. 1752 gestorben, wird wohl ein Versehen sein.
  8) Ivić, 1. c. 307.
  9) Kriegsarchiv: 1713, 65-616.
10) Kriegsarchiv: 1753, Mai, 61-93/10.
Archiv für slawische Philologie, XXXII.

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« Odgovor #1 : Studeni 25, 2011, 22:30:40 »


Von dieser Zeit an diente Relkovich bis zu seiner Pensionierung im Broder Regiment. Sein Lebenslauf in dieser Periode und nach dem Übertritte in den Ruhestand wurde durch die Publikationen von Scherzer, Bogdanović, Ivić und Martinović hinlänglich beleuchtet. Aus dem Protokoll der Regimentsbefehle, Circulare ..., welches mir von der Oberstleutnants Witwe Frau V. Domac in Vinkovci bereitwilligst zur Verfügung gestellt wurde, kann ich nur hinzufügen, dass Relkovich um das Jahr 1781 als Hauptmann in Andrijevci diente. Im August 1780 werden die Dörfer Perniavor (Prnjavor) und Perkovcze (Perkovci) als zu Relkovichs Kompanie gehörend erwähnt (Seite 78 und 88 des Protokolls) und im Januar 1781 wurde eine zu Andrijevci erlassene Kundmachung von "M. A. Relkovich, Hauptmann" ratifizieren (ib., S. 250). Dass Relkovich 1782 bereits in Babina Greda war, erfahren wir aus seinen von Bogdanović herausgegebenen Briefen (Vienac 1896).

Aus einem anderen Protokolle, welches sich ebenfalls im Besitze der Frau von Domac befindet und vom Januar 1783 bis August 1787 reicht, sieht man, dass Relkovich nun weiter bis zur Übernahme in den Ruhestand ohne Unterbrechung in Babina Greda diente: seine Unterschriften als Hauptmann von Babina Greda reichen bis September 1786. Darauf trat er in den Ruhestand. Herr Ivić hat aus den Akten des Kriegsarchivs festgestellt, dass der Hofkriegsrat am 7. Oktober 1786 den Beschluss gefasst hatte, Relkovich zu pensionieren. (11)

2. Relkovićs Adelsdiplom

Bis vor kurzem wusste man nur im allgemeinen, dass Relkovich vom Kaiser Josef II geadelt wurde. Nähere zuverlässige Daten über diese Adelsverleihung hat erst H. Ivić (1. c.) veröffentlicht. Ebenso waren über das Schicksal des Adelsdiploms Relkovichs allerlei nicht beglaubigte Nachrichten im Umlaufe. Herr Martinović hat nun in den Narodne novine (1909, Nr. 107) auf Grund der Korrespondenz der Frau von Domac mitgeteilt, dass das Diplom Relkovichs von Mara Vincetić geb. Relković , die aus der Klokočevik Familie Relkovich stammte, nach Bosnien gebracht wurde, wo es gelegentlich einer Überschwemmung vom Wasser fortgeschwemmt wurde. Diese Mitteilung wird durch einen in meinem Besitze befindlichen, aus dem Oktober 1905 stammenden Brief Herrn Mato Vincetićs, eines Enkels der Mara, bestätigt und genauer ergänzt. Das Diplom Relkovichs gelangte im Jahre 1876 anlässlich der Übersiedlung der Familie Vincetić aus Štitar (Slawonien) nach Janja (Bezirk Bjelina, Bosnien). Durch Vermittlung des Bezirksvorstandes Plentaj gelangte das Diplom ins Gymnasium nach Vinkovci, doch dem Sohne der genannten Mara, Šimo Vincetić, der in Bjelina bei einer Behörde diente, gelang es, das Diplom wieder an sich zu bringen. Das Diplom blieb nun weiter in seinem Besitze in Bjelina, wo es gelegentlich der Überschwemmung im Herbst 1897 zugrunde ging. Herr Mato Vincetić erinnert sich noch ganz gut an das im Besitze seines Vaters Šimo Vincetić gewesene Diplom Relkovichs.

Im Adelsarchive des österreichischen Ministeriums des Innern habe ich in den sogenannten Saalbüchern im Bande Joseph des II Grafen-Freiherren-Ritter- und Adelstands-Diplomen [Österreich] vom Jahre 1784 bis 1787 inklusive [S. 427-442] (12) sowohl den Text des Adelsdiploms Relkovichs dd. 1. April 1785 als auch dessen in Farben ausgeführtes Wappen gefunden. Der Text ist ganz allgemein gehalten und bietet keine interessanten Daten. Unter den "Merita" werden "die adligen guten Sitten, Tugenden, Vernunft, Geschicklichkeit und andere rühmliche Eigenschaften, nicht minder die Treu und Tapferkeit" erwähnt; es wird weiter hervorgehoben, dass sich Relkovich "im Jahr 1748 in Unsere Kriegsdienste begeben", 37 Jahre ausgezeichnet gedient und "in dem vorletzten Preußen-Krieg fünf Feldzüge mitgemacht" hat. Andere Verdienste Relkovichs scheinen bei der Adelsverleihung nicht in Betracht gekommen zu sein.

Das Wappen bestand aus einem "aufrechtstehenden, durch die Mitte Abhanges geteilten Schild, dessen vorderer Teil abermals in der Mitte quer durch, oben Gold, unten schwarz, geteilt ist ; in dem oberen goldenen Felde befinden sich drei übereinander einwärts springende schwarze Windspiele, in dem untern schwarzen Felde aber ist ein einwärts gebogener ganz nackter Arm , in der Hand einen entblößten Säbel haltend. - In dem hintern roten Teil des Schildes stehe auf einem grünen Grunde ein doppelt aufeinander gestellter weißer runder Turm, welcher um die Mitte mit vier, oben aber mit drei Zinnen gezierte ist. Auf dem oberen Turm ragen zwei oben auseinander gekehrte, abwärts hängende Fahnen heraus, wovon der erste Gold, der zweite Silber ist. - Auf dem Schild ruht ein rechts gestellter, offener, gekrönter, mit einem goldenen Kleinod, und zur rechten schwarz und Gold, zur linken rot und silbern Kunst massig vermischet herabhängenden decken gezierter Turnier-helm, und auf solchem steht aber mahl der schon beschriebene Arm zwischen zwei mit ihren Saxen einwärts gekehrten schwarzen Adlers Flügeln."

3. Relkovićs Nachkommen

In der Vorschlags-Terna aus dem Jahre 1773 wird gesagt, dass Relkovich vier Kinder hatte. (13) Zwei Söhne sind bekannt: der Schriftsteller JOSIP STJEPAN (1754 -1801) und der jüngere IVO (Ivić, 1. c, 307, 311 u. 312; Bogdanović, Vienac 1896). Im Adelsdiplom der Familie Božić (Boxich) aus dem Jahre 1793 wird eine Anna Maria Relkovich de Ehrendorf als Gattin des Hauptmannes Marko Božić erwähnt. (14) Diese ANNA MARIA war wohl eine Tochter des Dichters, denn im Adelsdiplom wird ausdrücklich gesagt (was übrigens auch selbstverständlich ist), dass der Adel mit dem Prädikat "von Ehrendorf" nur dem Matija Antun "samt allen seinen ehelichen Leibes-Erben und deren selben Erbens-Erben" verliehen wird. Die in Relkovichs Briefe an Brlić vom 25. Januar 1755 (15) erwähnte "0berleutnat Božićka" (Frau Oberleutnant Božić) wird wohl dieselbe Anna Maria sein.

Im slawonischen Dorf Klokočevik (bei Brod an der Save) gibt es ein Bauernhaus, das den Namen "Relkovic de Ehrendorf" führt. In diesem Hause befand sich auch das Adelsdiplom Relkovichs und kam erst durch die früher erwähnte MARA RELKOVIĆ, die aus diesem Hause stammte, in den Besitz der Familie Vincetić. (16) Diese Tatsachen sprechen entschieden dafür, dass die Relković von Klokočevik Nachkommen des Matija Antun sind.

Die älteste Nachricht, die uns Herr Martinović über diese Familie zu geben vermag, bezieht sich auf JOSIP RELKOVIC (* 1820), der im Jahre 1833 vom weiteren Schulbesuche befreit wurde und nach M. [/b]ein Enkel des Dichters[/b] (von dessen Sohne Ivan) sein soll.

Das Dorf Klokočevik gehört zur Gemeinde Trnjani. Der Pfarrer Herr Ivan Becker ist auf meine Bitte in den alten Pfarr-Matrikeln (Kirchenbücher) den ältesten Spuren der Klokočevik Familie Relković nachgegangen, und die nachstehenden Mitteilugen verdanke ich seinem freundlichsten Entgegenkommen.

Vor dem Jahre 1770 findet man in den Matrikeln überhaupt keine Eintragungen betreffend das Dorf Klokočevik. Die älteste Spur der Familie Relkovic selbst fällt ins Jahr 1780; am 27. Januar vermählte sich "FRANCISCUS RELKOVICH adolescens" (Adolescencija starost od 15. do 20. godine života/MD) mit Anna Matanovich. Leider wird der Name des Vaters des Bräutigams in den Matrikeln nicht erwähnt. Dieser Franciscus starb am 28. September 1808 "aetatis 55 annorum", - wurde also um das Jahr 1753 geboren. Seinem ersten Sohn (geb. 1782) gab er den Namen MATHIAS und zwei jüngere Söhne wurden auf den Namen JOANNES getauft. Höchst wahrscheinlich ist auch JOSEPHUS Relkovich, der am 18. März 1815 "coelebs aetatis suae annorum 18 e loco Klokocsevik in Dno obiit", (Josephus umro u 18 godini života/MD) ein Sohn des Franciscus. Das Alter des Franciscus und die Namen seiner Söhne sprechen für die Annahme, er sei ein Sohn des Matija Antun Relković.

Vielleicht war eben dieser Franciscus das vierte Kind, das in der Vorschlags-Terna vom Jahre 1773 erwähnt wird. Bei allen diesen Vermutungen stütze ich mich natürlich vor allem auf das Adelsprädikat "von Ehrendorf", das die Familie führt. In den Matrikeln wird zwar vor dem Jahre 1820 der Adel nicht erwähnt, - wahrscheinlich deshalb, weil Franciscus Relkovich, als er sein Heim in Klokočevik gegründet hatte, noch kein Adeliger war (Matija Antun Relkovich wurde erst 1785 geadelt) .

Seit dem Jahr 1820 aber erscheinen die Angehörigen der Familie durchwegs als "nobiles" oder "nobiles de Ehrendorf".

Der Biograph Relkovichs und der erste Herausgeber der Satire, Filipovic von Heldental, erwähnt im Anhange zu seiner Ausgabe der Satire (1822) unter den Abonnenten mehrere [/b]"Relkovich plemić od Ehrendorf u Klokočevi"[/b] .

Von den Söhnen des Franciscus scheint nur der jüngere Joannes
(†1829) den Vater überlebt zu haben
.

Unter den Söhnen des Joannes begegnen uns wieder die Namen Josephus und Mathias, was wieder auf den Großvater und den Onkel des Joannes hinweisen würde.

Die männliche Linie der Klokočevik Familie Relković

-   Franciscus † 1808
-   Joannes † 1829
-   Josephus † 1860
-   Jacobus
-   Nicolaus
-   ist 1909 mit dem fünfzehnjährigen Nikola ausgestorben.

Die männlichen Angehörigen des Hauses, die jetzt noch den Namen Relković führen, sind Nachkommen eines Einwanderers, der ins Haus eingeheiratet und dadurch den Zunamen Relković erhalten hat.

__________________
11) Ivić, 1. c, 311.
12) In Bojničićs Adel von Kroatien (in Siebmachers Wappenbuch) ist die Adelsverleihung an M. A. Relkovic nicht erwähnt.
13) Ivić, 1. c, 307.
14) Illessy-Pettko. A Kiralyi Könyvek, S. 37 (nach der Mitteilung Herren Dr.
J. Melichs); cf. auch Bojničić, Der Adel von Kroatien, p. 20.
15) Bogdanović 1. c.
16) Es hat sich in Klokočevik bis heute die Überlieferung erhalten, MARA VINCETIĆ sei eines Tages zu ihren früheren Hausgenossen Relković gekommen und habe ihnen erzählt, in Vinkovci seien viele Tausende Geld deponiert, die den Relković gehörten und auf Grund des Adelsdiploms behoben werden könnten. Mara habe versprochen, das zu besorgen, zu welchem Zwecke ihr das Diplom übergeben worden sei. Auf diese Weise sei das Adelsdiplom des Dichters aus dem Hause Relkovic weggekommen.

Tioslav Matić, Slawische Philologie, Berlin, 1911

_______________________________________
Tadićev tekst pisan je na staro-njemačkom jeziku. Radi boljega razumjevanja ja sam ga donekle prilagodila današnjem razgovornim njemačkim jezikom. Pomoću Google možete prevesti ovaj tekst. (MD)

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« Odgovor #2 : Studeni 25, 2011, 22:42:50 »


Iako je Relkovićima od Ehrendorf, za razliku od Relkovića od Davori, dodjeljeno austrijsko plemsto, dr. Ivan Bojničić ne navodi ih u svojoj knjizi "Adel von Kroatien und Slawonien" (in Siebmachers Wappenbuch)  MD

Relkovići od Ehrendorf iz Klokočevika

1.   Stipo Relković †u travnju 1773 († 9. ili 31. 10. 1750 nije točano), potječe iz stare bosanske plemićke obitelji, koja se 1691 preselila ispred turskog gospodstva u Brod na Savi. Kao kapetan na granici odlikovan je više puta u borbi s Turcima. U bojevima godine 1691 i 1718 koristio je Stipo Relković svaku priliku, da se bar donekle osveti za  dobio je kapitanat na medji, te se je više puta odlikovao u kreševu s Turci, u bojevih od g. 1691 i 1718, gdje mu se često pružila sgoda, da se barem nešto osveti za nasilje i tiraniju koje su počinjene njegovomu rodu.

Luka Ilić Oriovčanin (*Oriovac 15. 11. 1817 † Novska '5. 02.1878) izdavatelj "Lavorike gradiške pukovnije" priopćio je  pučku pjesmu o spomenutim borbama.

Još nam kaže mlada Relkovića,
Relkovića, a i Margetića,
Kojino su hrabro vojevali,
A i turske glave odsiecali.

2. brak

Stipo je oženio Mariju rođ. Despačević * 1703. Vjerovatno je to Stipin drugi brak. Marija Relković, kao Stipina udovica, navodi u svojoj molbi za mirovinu od 28. April 1773, jednog sina invalida. Odjeljak u službenom listu, formularu ili registru za zajedničku djecu od Stipe Relkovich i Marije Despacsevich je ostao prazan. To bi značilo da je Marija Despačević (kao udovica) donjela jednog sina (invalida) u drugi brak s Stipom Relkovićem i da je Marija Despačević maćeha od Matije Antona Relković (*06. 01. 1732 † 22. 01. 1798) kao i druge Stipine djece.

1. brak

Ime Stipine prve supruge i koliko je djece Stipo imao nije mi poznato

Stipina djeca iz 1. braka

-   Matija Anton
-   Mara udana Vincetić


1. Matija Anton Relković (*06. 01. 1732 † 22. 01. 1798) bio je 41. godinu star kada umire njegov otac Stipo. U (Staroj?) Gradišci, gdje je službovao, tu se je vrlo mlad oko 1752-3 i oženio.

U Sedmogodišnjem ratu bio zarobljen kod Wratislave 1757 i duže vremena u Frankfurtu na Odri, nedaleko poljske granice.

Aleksa Ivić u svojem stručnom radu "Urkundliche Beiträge zur Biographie des Dichters Relković" na str. 309, da je satnik Brodske pukovnije Relkoviz, 48 godina star, zatražio, od Slavonskog generalnog-zapovjedništva, 07. 01. 1780 odobrenje za ženidbu s udovicom satnika Basslinovich v Crentz, [/b]Catharinom Bassilovich[/b]. Sudska odluka donešena je 14. 01. 1780, nakon što je utvrđena kaucija tj. da je Relković dovoljno imućan, da živi s udovicom i djecom u zajednici. Iz toga zaključujem da je Catharina Bassilovich Matije Antona druga supruga s kojom je ostao u braku, sve do svoje smtri, 18 godina.

Već jako bolesnom, u 53 godini starosti, promaknut je za majora, a 01. travnja 1785 dodjeljeno mu je plemstvo s pridjevkom "od Ehrendorf". Toj tituli se Relkovich nije ni najmanje radovao: "Kad nisam postao majorom dok sam mogao majoricirat, što će mi sada prazan titul." 07. 10. 1786 je umirovljen i preseljava se iz Babine Grede sa suprugom u Vinkovce.

Matija Antun Relkovich od Ehrensdorf iz Klokočevika imao je četvero djece.

Ehrensdorf na hrvatskom Nimški Hašaš je naselje u Gradišću, Austriji

Franjo (Franciscus) † 28. 09. 1808 u 55 godini života, što znači da je rođen 1753. Oženio je 02. 01. 1780 Anu Matinović.
Iz toga braka potječu sinovi:

-   Matija * 1782
-   Ivan† 1829 Samo Ivan je preživio svoga oca Franju
-   Josip * 11793 † 18. 03. 1815  (18 godina star)

Josip Stjepan, rođen u Zadubravlju kraj Broda na Savi (*14. 03. 1754 † Vinkovci, 16. 10. 1801 /48 g./), pjesnik i svećenik

Ivo (Johann) * 1756 ? - 36 godina star ženi se s Katharinom Leopold i s njom ima dva sina kojima daje (po djedi) ime Matija i (pos stricu) Josip koji je rođen 1820 i 1833 od pohađanja škole oslobođen.
______________
Jagosch Leopold umirovljeni poručnik i upravitelj nove vojarne Theresienstadt traži 9. kolovoz 1792 dozvolu za odobrenje udaje svoje kćeri Katharine s podporučnikom Johannom Reklowiz iz Jelačićeve pješačke pukovnije. (Aleksa Ivić)

Theresienstadt > nekadašnja vojarna sagrađena 1792.
http://www.scrapbookpages.com/czechrepublic/theresienstadt/theresienstadtghetto/ghettotour/Tour08.html

Ivo, kao podporučnik, pronevjerio je provijant i iz toga razloga bio je otpušten iz vojne službe.

Anna Maria udana za poručnika pl. Marka Božića (*1755) i s njim ima kćer Josefu-Antoniu Božić. Plemstvo i im je dodjeljeno u Beču 28. 10. 1793.

2. Mara Relković udana Vincetić u selu Štitar (Stipina kćer)
      - iz toga braka potječe sin Šimo Vincetić
      - Mato Vincetić je sin Šime i unuk Mare

Graničari iz sela Štitara 1702 god. http://sokacgranicar.bloger.hr/post/granicari-iz-sela-stitara/843868.aspx

Klokočevik > http://hr.wikipedia.org/wiki/Kloko%C4%8Devik

_________________

1 Stipo Relkovic von Ehrendorf † 1773

-   Prva supruga-ime nepoznato
-   Druga supruga: Marija Despačević

Stipina djeca iz prvog braka

2 Mara Vincetić
Marin suprug ?, Vincetic iz Stitara
3 Simo Vincetić
4 Mato Vincetić

2 Matija Anton Relkovic von Ehrendorf * 06.01.1732 † 22.01.1798
1.   supruga-ime nepoznato

Djeca Matije Antona

3 Josip Stjepan Relkovic von Ehrendorf * 14.03.1754 Zadubravlje-Sl. Brod † 16.01.1801 Vinkovci
3 Ivo (Johann) Relkovic von Ehrendorf * 1756
Katharina Leopold
4 Matija Relkovic von Ehrendorf
4 Josip Relkovic von Ehrendorf * 1820
3 Anna Maia Božić
Marko Božić
4 Josefa-Antonia Božić
3 Franjo (Franciscus) Relkovic von Ehrendorf * 1753 † 28.09.1808
Supruga: Ana Matinovic
4 Ivan (Johann) Relkovic von Ehrendorf † 1829
4 Josip Relkovic von Ehrendorf * 1793 † 18.03.1815

2. supruga Matije Antona: Catharina Bassilovich

1909 je muška linija Relkovića s petnajstogodišnjim Nikolom izumrla.

Muških članova iz obitelji Relković koji sada nose prezime Relković su potomci jednog doseljenika koji se je priženio u obitelj Relković von Ehrendorf i poprimio prezime Relković.

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Marica



Rodoslovlje Relković od Ehrendorf iz Klokočevika

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