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Autor Tema: Reisebericht Croatien 2008  (Posjeta: 44932 )
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Marica
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« : Lipanj 01, 2009, 22:20:01 »


Kroatien September 2008

Im Frühjahr, als wir diesen Urlaubstermin festlegten, stand uns der Sinn nach Großbritannien. Deshalb hatten wir auch einen Ryan-Billigflug für rund 25 Euro nach Stansted in der Tasche. Doch im Laufe der Zeit kamen Nico und ich zum Schluss, dass auch Deutschland nett wäre, so dass wir uns gedanklich immer weiter von GB weg entfernten. Immer wichtiger wurde uns dabei allerdings auch das Wetter. Im August wussten wir, dass wir eigentlich überall in Europa Ziele fänden, wenn denn nur das Wetter stimmte. Vorrang hatten Ziele in Bayern und Sachsen.

Das habe ich noch nie gehabt: Vor dem Urlaub wuchs die Spannung, wo es denn überhaupt hingehen würde. Für Bayern hatten wir uns vorbereitet, für oft bereiste Länder wie Skandinavien oder Kroatien wusste man, wie man sich ggf noch kurzfristig vorbereiten könnte. Am Donnerstag vor Urlaubsbeginn wollten wir uns entscheiden. Erst sah es so aus, als ob Bayern das Rennen machen würde: Das Wochenende am Urlaubsanfang sollte schon mal sonnig werden. In Kroatien zwar auch, aber Bayern sollte Vorrag haben. Danach kristallisierte sich allerdings heraus, dass das Wetter in Bayern spätestens ab Montag deutlich unbeständiger werden würde. Skandinavien und GB schieden wettertechnisch ohnehin aus. Nur in Kroatien hielt sich tapfer das Sonnensymbol. Das fanden wir gar nicht schlimm, denn nach einer nicht ganz so geglückten Juni-Tour an die Likabahn waren dort noch jede Menge Dinge unfotografiert geblieben. Und zum Glück hatte ich meine Liste mit den Güterzug-Zeiten der Likabahn auf dem Laufenden gehalten...

Da wir so kurzfristig keinen günstigen Flug mehr bekommen hätten, schauten wir mal, bei welchem deutschen Autoverleiher es Mietwagen gäbe, mit denen man auch nach Kroatien durfte. Europcar schloss Kroatien ganz aus, doch Sixt erlaubte Reisen dorthin, wenn man denn keinen BMW, Benz oder VW nimmt. Wir bestellten einen Peugeot 308 für 233 Euro (9 Tage) in Nürnberg. Da kamen wir beide gut ran und waren weit genug "unten", um es in einer Tagesetappe zu schaffen. Erst hatten wir noch überlegt, ob man denn am Samstag noch etwas rund um Nürnberg machen sollte, doch der Pop-614 stand im Bw und irgendwie wollten wir dann auch loskommen...

Samstag, 30. August 2008: Hamburg - Ogulin

Früh ging es los, aber das war schon gut so:
ICE 581 Hamburg-Harburg 05.08 > Nürnberg Hbf 09.28


Die Fahrt war ein guter Auftakt. Der Zug war angenehm leer und das Boulevard-Frühstück im Speisewagen sehr gut. Wenn ich nicht gefrühstückt habe, konnte ich vor mich hindösen. In Nürnberg wurde ich von Nico, der aus Frankfurt gekommen war, in Empfang genommen. Das Auto hatten wir nicht am Bahnhof bestellt (saftiger Aufpreis), sondern an der 24-Std-Station (fast) schräg gegenüber. Abgesehen davon, dass wir uns fragten, inwieweit diese furchtbare gelbe Puffbeleuchtung in den Sixt-Filialen mit der Arbeitsstättenverordnung in Einklang zu bringen ist, klappte die Autoannahme reibungslos. Zwar bekamen wir einen Peugeot 207-"Kombi"-Diesel (keine Ahnung, ob das der Klasse nach einem 307/308-Nichtkombi entspricht), aber der Wagen bewährte sich auf der Fahrt wunderbar.

Um 10 Uhr hatten wir Nürnberg verlassen und um 12 Uhr Deutschland. In Österreich wählten wir (wie im Juni schon) die Strecke über die Pyhrn-Autobahn. Wir glaubten, paar der bekannten Motive von dieser Strecke auszumachen. Natürlich durften wir nicht nur die Vignette (immerhin kamen wir mit der 10-Tage-Vignette aus!) bezahlen, sondern an zwei Stellen nochmal für irgendwelche Tunnel löhnen. Nicht das an sich fanden wir schlimm, sondern eher, dass die Ausländer dies in Deutschland nicht müssen...

Hinter Selztal ging es nun parallel zur Zweigleispiste und wir beobachteten gebannt, ob man denn mal einen Zug erkennen würde. Es kam auch einer - zu unserer Verwunderung mit weißen deutschen Wagen! Wir fragten uns, welcher EC hier denn wohl langfahren würde. Bei Mautern fuhren wir mal runter und beschlossen, als Päusken eine halbe Stunde an einem schönen Motiv zu warten. Leider kamen in dieser halben Stunde nur Züge der falschen Richtung, u.a. ein Personenzug mit - weißen und roten deutschen Wagen. Nico glaubte sich erinnern zu können, dass die hier leihweise für den Binnenverkehr im Einsatz sind.

Nun fuhren wir zunehmend in Bewölkung hinein. Das war aber für heute in Slowenien auch so angesagt gewesen. Hinter der slowenischen Grenze fuhren wir strax von der Autobahn runter, denn für die paar km Autobahn bis vor Maribor wollten wir nicht die (für Urlauber) sauteure slowenische Vignette (35 Eu) kaufen. Zurück würde man sehen... Wie angekündigt sahen wir von der Straße sowohl auf österreichischer wie auch slowenischer Seite Gleisbauarbeiten. Der Zugverkehr war hier unterbrochen. Das hatten wir erfahren, weil wir auch eine Zug-bis-Maribor-Variante in Erwägung gezogen hatten.

Per Schnellstraße ging es zügig durch Maribor, per Landstraße dann weniger zügig bis zur kroatischen Grenze. Unterwegs bei Lidl eingekauft, auch in Slowenien gibt es die lecker Sandwiches. Uns kam ein endloser Strom an heimkehrenden Urlaubern entgegen. Wir waren uns sicher, dass wir keineswegs an einem Samstag zurück fahren würden... Bezeichnend an vielen grenzüberschreitenden Hauptverkehrsstraßen ist ja, dass die in Slowenien als hoffnungslos überlastete Landstraßen durch die Gegend führen, in Kroatien hingegen als Autobahn. So auch hier. Ruck-Zuck waren wir in Zagreb.


Eine Übersichtskarte über die Likabahn (rote Linie) mit
allen Bahnhöfen und ihre Nebenbahnen (gestrichelte Linie) gibt es hier.

Dort fuhren wir mal runter, denn mittlerweile war schon wieder 50% Blau am Himmel. Auf der Hauptstrecke Zagreb - Rijeka kannten wir bei Horvati paar nette Stellen, die wir gleich mal aufsuchten. Aber das Licht wollte nicht so recht, und daher blieb der Anreisetag vollkommen fotofrei. So gegen 19 Uhr trafen wir in Ogulin ein. Dort hatten wir im Juni die erste Nacht verbracht, und das erschien uns auch diesmal als Etappenziel günstig. Wir bekamen mühelos Platz im Hotel Frankopan, dem neuen ersten Haus am Platze. Zwar kostete hier die Nacht 45 Euro pro Person, doch die Gegenleistung war ihr Geld allemal wert. Das 4-Sterne-Hotel befindet sich in einem der Burg angeschlossenen alten, aber total renovierten Gebäude. Zum Abendessen sitzt man in einer Art Burghof.
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« Odgovor #1 : Lipanj 01, 2009, 22:34:06 »


Vor dem Abendessen gingen wir allerdings nochmal vor die Tür, um die Schluchten zu besichtigen. Gleich auf der anderen Straßenseite blickten wir in einen Abgrund, den die Dobra hier ins Gestein gefressen hatte. Die Schlucht war hier zuende und der Fluss (jetzt nur ein Rinnsal) gelangte durch eine Höhle weiter unter der Burg hindurch. Danach gab es dann ne leckere Fleischplatte!

Sonntag, 31. August 2008: Ogulin - Knin

Um 6.30 im Hotel-Restaurant gefrühstückt. Das Restaurant gefiel mir, war es doch sehr modern, aber ungeheuer geschmackvoll eingerichtet. Neben dem Buffet gab es auch warme Eiergerichte zur Auswahl. Ich entschied mich für Ham and Eggs (wir wollten ja eh nach England gefahren sein...). Unter wolkenlosem Himmel ging es nun über die Autobahn nach Peru¹iæ. Der südfahrende Güterzug, der Ogulin zwischen 5 und 7 verlässt, war leider schon durch, wie uns aus der Heimat gemeldet wurde. Für den ICN hatte ich noch die Dorfkulisse Fadljeviæi offen, die wir dann auch umgesetzt haben. Allerdings war das eines dieser Motive, wo man sich leicht mit der Größe des Zuges verschätzt. Und der 7123 (vgl deutscher 612) war ganz schön groß...


Ein ICN vor der Ortskulisse Fadljeviæi,
oberhalb von Peru¹iæ einsam in den Bergen...

Ein weiteres offenes Motiv aus dem Juni war der Bahnhof von Lièko Le¹æe, den man hübsch von einer Straßenbrücke überblicken kann. Ein nordfahrender Güterzug wurde uns per SMS angekündigt, und wie es aussah, würde er noch vor dem nordfahrenden ICN kommen. Licht stand prima und beleuchtete einen Bahnhof in blasser Umgebung: Sämtliche Bäume und Sträucher waren hier von einer gewissen Kalkschicht überzogen, denn nebenan lag ein Kalkwerk. Wir konnten beide Züge hier gut umsetzen. Leider hatte der Güterzug vorn eine schäbige und hinten die frisch lackierte 2062 103 vorgespannt. Aber Hauptsache ist ja, dass die Loks richtig rum stehen.
 

Bildbearbeitung vor Ort in Lièko Le¹æe: Der Vordergrund wurde
mit Kalkpulver aufgehellt, der Wald hinten blieb, wie er ist...

Daheim am Rechner saß übrigens Oliver Heckmann, mit dem ich im Juni die Kroatien-Tour gemacht hatte und der es sich nicht nehmen ließ, so oft wie möglich in der jetzigen Urlaubswoche online zu sein, um im Internet nach Güterzug-Istzeiten und interessanten Bespannungen zu suchen. An dieser Stelle herzlicher Dank für die Hilfe!

Nun war erstmal Ruhe angesagt. In Gospiæ besorgten wir uns etwas zu essen, inspizierten den zum EG umfunktionierten Güterschuppen mit dem später leider nie umgesetzten Gedanken, hier vormittags nochmal nen Zug machen zu müssen (das neue EG war ja fast fertig) und fuhren weiter zum herrlich einsam in der Lièko Polje gelegenen Bahnübergang Kru¹kovac. In den zwei Monaten seit meinem letzten Besuch hatte sich etwas getan: Der Weg dorthin war frisch asphaltiert worden! Trotzdem blieben wir hier die einzigen Menschen weit und breit.

Als nächstes standen an Gz ein Nord- und ein Südfahrer an, die irgendwo im Bereich Graèac kreuzen mussten. Wir entschieden, unser Augenmerk auf den Nordfahrer zu legen, weil dieser besser im Licht liegen und sicherer eine "richtigrumme" Lok vorhaben würde. Oben bei Zrmanja gab es noch tolle Motive mit der offenen Hochgebirgslandschaft zu erledigen, so dass wir die Gegend mal ansteuerten. Erst war das Licht noch nicht genügend rum, doch bis der Güterzug kam, änderte sich das. Und wir gingen noch ein Stück in die Kurve vor, so dass der Lichtstand noch besser kommen würde.

Der Zug kam hier dann auch wunderbar. Wir wollten den Zug nochmal mehr erwischen und gingen gemütlich zum Auto zurück. Der Bergfahrer fuhr so langsam, dass wir ihn hinter Malovan mühelos nochmal erwischen konnten. Nun sollte es aber auch noch ein drittes Bild vom Zug geben. Am BÜ Kru¹kovac wollten wir hoch auf den Rand des Einschnittes eines Neubaustrecken-Abschnittes laufen, weil man von dort einen markanten Bergkegel im Hintergrund haben konnte. Zum Glück ist die Landstraße durch die Lièko Polje extrem leer, so dass wir gut vorwärts kamen. In Graèac kam der südfahrende Gz entgegen. In Kru¹kovac waren wir gerade oben angekommen, da klingelte schon unten der BÜ. Zuviel Zeit hatten wir also nicht gehabt.


Neubaustrecke in der Lièko Polje bei Kru¹kovac,
hinten der markante, 850m hohe Bergkegel des ®ir.

Der nächste Nordfahrer sollte auch schon in Knin abgefahren sein. Wir fuhren ihm ein Stück entgegen und warteten in der Einfahrt des Bf Lovinac. Erst kam jedoch der ICN. Der Güterzug sollte eine der drei grünen 2062er vor haben: Die 025. Da er dann in Lovinac in die Kreuzung ging, konnten wir hinter Medak nochmal im allerletzten Licht den Zug fotografieren. Angesichts des geringen Zugverkehrs fanden wir diese Verfolgungen heute Nachmittag auf jeden Fall eher lohnend als verwerflich, zumal man sich ja (bis auf Malovan - Kru¹kovac) viel Zeit lassen konnte.
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« Odgovor #2 : Lipanj 01, 2009, 22:47:49 »


Da wir tendenziell an den nächsten Tagen eher südlich von Knin etwas machen wollten, rief ich mal bei einem aus dem Juni bekanten wunderschönen Hotel in Ka¹tela an, ob denn Platz wäre. Leider konnte uns nur eine Nacht zugesagt werden. Wir wollten aber nicht ständig wechseln und beschlossen, ein altbewährtes Hotel in Knin aufzusuchen. Von Knin aus ist ja praktisch alles gut erreichbar. Und insgeheim freuten wir uns ja schon seit dem Mittagessen auf die Fleischplatte Mihovil, die in jenem gleichnamigen Hotel serviert wird. Wir fuhren also mal hin. Langsam wurde man müde, daran besserte auch die nun rapide einbrechende Dunkelheit nichts. Als wir in Knin ankamen, war es bereits dunkel. Wir wurden im Hotel Mihovil mal wieder nett aufgenommen (28 Euro pP/Nacht im DZ) und konnten uns auf der Terrasse bald der Fleischplatte Mihovil hingeben. Lecker!
 
Montag, 01. September 2008: Knin - Ka¹tela - Knin

Das Frühstücksbuffet machte einen sehr spartanischen Eindruck. Aus dem Kaffeespender kam nur eine schwarze kalte Brühe. Bevor wir uns richtig wundern konnten, kam allerdings jemand aus der Küche und fragte nach unserem Begehr. Heute gab es kein Buffet, sondern persönliche Betreuung. Auch nett! Leider war etwas Schlonz am Himmel zu sehen, nachdem der gestrige Tag mega-klar gewesen war. Diesmal in südliche Richtung in Bewegung gesetzt. Ein Bahnhof weiter, in Kosovo (hat nichts mit dem gleichnamigen Land zu tun!), entdeckten wir die grüne 2062 038 beim Rangieren. Es gibt hier ein großes Werk, das regelmäßig für ordentlich Aufkommen für die Übergabe aus Knin sorgt. Das Licht stand gut, und so gab es schon mal erste Aktionen.


Rangierarbeiten in (und nicht "im") Kosovo.

Nun wollten wir einfach entlang der Bahn südwärts fahren und die beiden entgegen kommenden Pz irgendwo machen, doch leider war die Straße ab Drni¹ gesperrt. Toll! Als Umleitung war ein Mega-Bogen westwärts ausgeschildert. Nützte alles nichts, da mussten wir lang!

Die durchfahrene Landschaft war nun allerdings höchst interessant! Erstens gelangte man in Drni¹ mal zu den Steinbrüchen oberhalb des Ortes, zu denen auch ein noch sporadisch genutztes Anschlussgleis hoch führt. Hinter den Steinbrüchen dann die weite Ebene. Ein Buschbrand hatte dafür gesorgt, dass alles nach Mondlandschaft aussah. Die vielen Minen-Warnschilder entlang der Straße unterstrichen die gruselige Stimmung noch zusätzlich. Durch die wilde Buschsteppe kurvten wir nun südwärts. Dass wir dabei den Fluss Èikola queren müssten, wussten wir von der Karte. Aber der Abgrund, der sich vor uns auftat, war schon spektakulär!

Plötzlich führte die Straße nämlich hinab in einen tief eingeschnittenen Canyon. Unten wurde der Fluss gequert, der etwas weiter im Nationalpark Krka-Wasserfälle in die ebenso tief eingeschnittene Krka mündet, und auf der anderen Seite ging es ebenso steil wieder hoch. Ein Linienbus der Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn kam uns hier entgegen und versetzte Nico in heimatliche Stimmung. Mitten in dieser unwirtlichen Einöde fuhren wir am "Ethnoland Dalmati" vorbei, einem Museumsdorf. Gleich dahinter stießen wir auf die Hauptstraße Drni¹ - ©ibenik. Hatten wir erwartet, dass diese nur zwischen Drni¹ und Zitniæ gesperrt wäre und wir über Zitniæ wieder an die Bahn fahren könnten, hatten wir uns halt mal bös getäuscht. Die Straße war bis hier gesperrt, und wir wurden nach rechts geschickt...

Über einspurige Straßen mitten durch die steinige Pampa gelangten wir nun irgendwann nach Une¹iæ und damit an die Bahnlinie. Hier mussten wir ja gleich mal fotografieren, denn der dortige BÜ war geflaggt. Ja, man hatte an die Schrankenbäume kroatische Flaggen gehängt, die sich nun im Winde kräuselten! Südlich des Bahnhofes erhebt sich ein markanter Berg mit einem Kapelleken drauf. Aus der Ferne sah es so aus, als ob da ein Fahrweg hinauf führe. Wir suchten einfach mal die richtige Zufahrt dorthin und fanden den Weg sogar auf Anhieb. Ab dem Fuße des Berges handelte es sich sogar um einen Kreuzweg, wobei die einzelnen Stationen aus schlichten Holzkreuzen bestanden.
 

Der geflaggte Bahnübergang in Une¹iæ und unser kleiner Flitzer.

Der Weg war bequem zu fahren und an den problematischsten Stellen sogar asphaltiert. An einer Stelle ging es allerdings nicht weiter, weil direkt vor uns ein Autofahrer angehalten hatte, sein Auto abschloss und meinte, dass wir ihm zu Fuß folgen sollten, weil der Weg zu schlecht würde. Etwas skeptisch folgten wir ihm und stellten bald fest, dass wir schon an der 13. Station des Kreuzweges waren. Die 14. und damit der Gipfel waren bald erreicht. Dort oben empfing uns eine top Aussicht!

Der Einheimische vor uns richtete sich vor der Kapelle mit einer großen Karaffe Wasser und einer Zeitung häuslich ein. Er erzählte uns, dass er von hier oben nach Buschbränden Ausschau halten müsse. Der Ort war dazu aber auch ideal, man hatte einen perfekten Rundblick. Natürlich mussten wir auch erzählen, was uns denn auf diesen schönen, aber gewiss in keinem Reiseführer erwähnten Berg verschlagen hat. Wir erklärten, dass wir fotografieren würden und uns der Weg von der Straße aus aufgefallen sei. Nachdem wir englisch gesprochen hatten, war er besonders erfreut, als er hörte, dass wir Deutsche seien. Immer wieder zeigt es sich, dass die Deutschen bei den Kroaten ungeheuer beliebt sind.
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« Odgovor #3 : Lipanj 01, 2009, 22:56:07 »


Wie erwartet hatte man von hier oben einen interessanten Blick auf die lange Gerade, die auf den Bahnhof Une¹iæ zuführt. Immerhin war uns eine Lz angekündigt, die man bald durch die Buschsteppe gleiten sah. Wir knipsten sie mal in der langen Gerade, die dadurch allerdings auch nicht unleerer aussah... Die südfahrende Lz war komischerweise richtigrum gedreht (beide Loks!), während auf der Likabahn allgemein eher die Loks gen Norden gedreht sind. Weshalb werden die Loks nicht zumindest bei den vielen Doppelbespannungen einfach Heck an Heck zu Pärchen verbunden???

Unser nächster Programmpunkt war nun der zwischen 11 und 12 ab Ra¾ine (Nebenbahn nach ©ibenik) fahrende Phosphatzug, für den ich ein Felsenmotiv oberhalb Vrpolje offen hatte. In Perkoviæ paar kühle Getränke gekauft und damit am Motiv schön in den Schatten gelegt. Das war nett! Leider schmodderte es nun am Himmel sehr gewaltig herum! Der Zug kam in der 12-Uhr-Lage (die Personenzüge lassen auf dem langen Blockabschnitt Perkoviæ - Ra¾ine nicht viele Lücken) und nur bei mäßigstem Licht. Außerdem waren auch noch die beiden Loks von vorhin vorgespannt, so dass die Loks auch noch falsch standen.

Nun wollten wir uns mal die Personenzüge der Relation Perkoviæ - Split anschauen. Seit unserem Juni-Besuch wurden diese fast ausschließlich von 2062 001 gezogen, die den Bildern von Nil und Pascal nach (sie waren im Juli dort gewesen) nordwärts gedreht war - so, wie wir uns das für gewisse noch offene Motive wünschten. Über die Autobahn nun nach Prgomet gefahren und unterhalb Labin an einem Damm Position bezogen. Der Zug gen Süden kam mit richtigrummer 001, die Lok war also wieder gedreht worden und damit ungünstig für den Nachmittagszug hoch nach Perkoviæ, für den noch viele Motive offen waren. Was noch ätzender war: Beide Wagen waren mit bunten Graffitis versehen.

Nun unten in Ka¹tela eingekauft und mit den Vorräten oben in Ka¹tela an den Hängen gemütlich gemacht. Als nächstes war das Nachmittagsprogramm interessant: Ein ICN, der Pu (Personenzug) und vor allem der 60308, ein meist langer und schwerer Güterzug, der sich im Kriechtempo die Steigung hochquält - immer wieder ein optischer und akustischer Hochgenuss! Vorher kam allerdings noch eine Lok des Weges aufwärts. Wir vermuteten schon, dass sie Wagen aus Labin holen würde, dort war vorhin nämlich ein Zug mit Betonteilen entladen worden. Das Licht klarte immer mehr auf, die Schmodderschleier waren bald verschwunden!


Oberhalb des Bahnhofs von Ka¹tel Stari:
Der Pu von Split nach Perkoviæ.

Ab 15.25 war dann Hochbetrieb: ICN aufwärts, Pu aufwärts (zwar mit der falschrummen 001, aber immerhin mit anderen, so gut wie nicht beschmierten Wagen!), ICN abwärts und dann der gigantische Güterzug aufwärts. Wir wussten nicht, ob eine Verfolgung Sinn hat, denn wir mussten dazu erst einen Feldweg bis zum Bahnhof zurück, dann tief runter bis zur mörderischen Umgehungsstraße von Ka¹tela (mörderisch deshalb, weil Mordsverkehr herrscht, aber bei kreuzenden Straßen keine einzige Ampel den Verkehr regelt), auf dieser bis Höhe Flughafen, dann wieder ganz steil hoch nach Labin. Doch der Güterzug war sehr langsam und wir hatten ihn bereits vor Labin wieder eingeholt, obwohl an schnelles Fahren nicht zu denken war. In Labin ging er sogar an die Seite. Nach seiner Ankunft setzte sich tatsächlich der nunmehr leere Betonteile-Zug in Richtung Solin in Bewegung.


Labin Dalmatinski: Der 60308 ist gerade von Solin her
eingefahren, während sich rechts der Zug mit den entladenen
Betontragwagen auf den Weg zur Küste macht.

Und ein anderer Güterzug aus Richtung Perkoviæ fuhr ein. Fast wären drei Güterzüge im Bahnhof gewesen, aber nur fast. Wir konnten den 60308 nun noch wunderbar auf dem Steigungsstück von Primorski Dolac hoch zum Sattel vor Perkoviæ nehmen. Mittlerweile war es 17.30, und das Licht schwächelte wieder zunehmend rum. Wir waren aber zufrieden mit der Ausbeute und fuhren gemütlich die Umleitung zurück. Dabei machten wir in der Ödnis vor Drni¹ mal paar Aufnahmen. Und abends konnten wir von der Terrasse mal wieder die schnelle Dämmerung genießen - akustisch untermalt von einem Güterzug, der in einiger Entfernung die Rampe ins Gebirge erklomm...
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« Odgovor #4 : Lipanj 01, 2009, 23:05:43 »



Weit ist die Ebene westlich von Drni¹...

Dienstag, 02. September 2008: Knin - Zadar - Ka¹tela - Knin

Wir wollten es erst gar nicht so recht glauben, was wir beim Aufwachen draußen sahen: Es regnete! Der Himmel war verhangen und es regnete! Wetter-online hatte bis Donnerstag an Sonnensymbolen nicht gespart, aber es regnete! Frustriert erstmal umgedreht und dann paar Wetterberichte im Fernsehen geschaut. ZDF-Morgenmagazin war auf Programmplatz 935 verbannt worden...

Auf einem Wolkenfilm war es zu sehen, dass da irgendwas von Afrika über Italien hereinströmte. Oli SMSte uns aber, dass weiterhin nur Sonne angekündigt sei. Nun ja, erstmal gefrühstückt, dann nochmal rausgeschaut. Und siehe da: Aus Richtung Westen zog fettes Blau herbei. Da es in allen anderen Richtungen noch zu aussah, fuhren wir erstmal entlang der Zadarbahn westwärts. Dummerweise schien gerade heute der einzige Güterzug dieser Strecke nicht gefahren zu sein, Oli konnte keine Hinfahrt (sonst sehr früh morgens) im System finden, entsprechend durften wir auch nicht mit einer Rückfahrt rechnen.

Aber für den 10 Uhr Pu suchten wir uns zwischen Benkovac und ©kabrnje unweit des Hp Nadin einen Punkt, bei dem man so etwas die Ebene im Hintergrund hatte. Das klappte auch alles mit Sonne, und der 7122 (ex schwedischer Y1) war sogar sauber. Nun wollten wir uns auch mal den Rest der Strecke anschauen. Leider gehört die Linie Knin - Zadar zu den wenigen Strecken, an denen ich zwar schon fotografiert, die ich aber noch nie bereist habe *schäm*. Oli hatte geSMSt, dass die NZ-Kurswagen mit der grünen 2062 026 befördert worden sein müssten. Wir fuhren also die restlichen Kilometer weiter. Unterwegs kam uns ein schweizer Postbus mit Ziel "Flims - Laax" entgegen. Als wir im Bf Zadar ankamen, waren die Gleise leer.

Wofür mag dieser Bahnhof mal ausgelegt worden sein? Der Mittelbahnsteig würde einen ausgewachsenen Fernzug aufnehmen können. Die bei einer Rundfahrt um den Bahnhof entdeckten Gleisanlagen sahen aus, als ob das zahlreich anwesende Personal darauf warten würde, dass gleich drei Güterzüge ankämen. Leider endet der einzige Güterzug der Strecke (wenn er denn fährt) bereits in Bibinje. Zadar dürfte nur bedarfsweise von einzelnen Wagen erreicht werden. Dass der Bahnhof in ein Einkaufszentrum integriert ist und der Busbahnhof gleich daneben liegt, ist ja nicht verkehrt. Doch dieser riesige 60er-Jahre Komplex wirkte völlig heruntergekommen.

Bei oben genannter Rundfahrt entdeckten wir auch den Nachtzug. Die grüne 026 war gerade vom Tanken (?) gekommen und setzte sich nun gegen den Zug - äääh, gegen den Wagen - und drückte ihn in den Bahnhof. Bei "den" Kurswagen handelt es sich also um einen einzelnen Sitzwagen! Nun ja, seitdem Zadar von Zagreb aus in drei Stunden über die Autobahn erreichbar ist, kommt die achteinhalb (Nachtzug) bzw sechs (mit ICN bis/ab Knin) Stunden dauernde Bahnfahrt sicher nicht mehr ganz so gut...


Der sagenhafte Nachtzug von Zadar nach Zagreb
im Gleisvorfeld von Zadar. Immerhin: Älteste und
neueste Lackierungsvarianten prallen aufeinander!

Das Wetter hatte sich nun vollends erholt. Nur noch in den Bergen hielten sich dicke Wolken, doch gen Süden sah alles gut aus. Oli hatte herausgefunden, dass mit einer monatelangen Tradition gebrochen worden war: Die Pu-Züge Split - Perkoviæ wurden heute nicht mehr von der 001, sondern von der 025 gezogen. Und die ist grün. Und vorgestern stand sie noch richtig rum! Also über die Autobahn nach Prgomet gefahren und dort gerade noch den Mittags-Pu nach Split gesehen. Tatsächlich stand die 025 wie gewünscht, hatte allerdings wieder die beiden Siff-Wagen am Haken. Aber auch im Juni hatten wir schon (wie gestern) beobachtet, dass nachmittags andere Wagen fuhren als vormittags/mittags.


Irgendwann gab es nebenbei den Zug nach Ra¾ine,
der ausschließlich Wagen für Solin hatte (die in
Perkoviæ einfach stehen gelassen wurden),
zwischen paar Steinmäuerchen bei Perkoviæ.

Unter mehrfacher Nutzung der mörderischen Ka¹tela-Umgehungsstraße paar Motive im Rampenbereich untersucht, doch entschieden wir uns für das Nachmittagsprogramm dann doch wieder für die Klassiker rund um den Bahnhof Ka¹tel Stari. Den Pu wollten wir an der unteren Einfahrt machen. Das klappte dann auch ausgezeichnet: Die grüne Lok kam richtig rum vor sauberen Wagen! Für den 60308 fuhren wir wieder den Feldweg hinein, der der Bahn ein Stück aufwärts folgt. Diesmal postierten wir uns auf Höhe des Vorsignals. Es war wieder ein Spektakel erster Güte!
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« Odgovor #5 : Lipanj 01, 2009, 23:13:28 »



Der 60308 ein Stück oberhalb Ka¹tel Stari -
etwa auf Höhe des Vorsignals.

Auch heute versuchten wir - unter den gleichen Bedingungen wie gestern, nur dass wir den Feldweg noch weiter zurückfahren mussten - den Güterzug nochmal zu erwischen. Zweimal klappte es noch: Preslo und Une¹iæ. Da die Straße den Bogen der Bahn über Perkoviæ abschneidet, konnten wir uns in Une¹iæ viel Zeit lassen, um zu den nördlichen Ausfahrsignalen zu gehen. Danach war nur noch ein in Knin stehender Südfahrer offen, so dass wir uns zur Heimfahrt in die lange Umleitung begeben haben. Mitten im Nirgendwo meldete Oli, dass der Südfahrer in Knin abgefahren sei. Wir rechneten nicht damit, ihn noch zu bekommen. Statt dessen machten wir paar Landschaftsaufnahmen von der Èikola-Schlucht. Heute war perfektes Licht dafür.
 

Plötzlich steht man vor einem Riss in der Ebene:
Der Èikola-Canyon.

Als wir uns dann so Drni¹ näherten, merkten wir, dass wir den Südfahrer vielleicht doch noch bekommen könnten. Schnell am Ortsrand in einem Wohngebiet versucht, an die Èikola-Schlucht zu gelangen, auf dessen anderer Seite die Bahn verläuft. Nach einigem Hin und Her fanden wir auch eine brauchbare Stelle. Zwei Minuten später war der Zug zu hören. Prima!

Das Hotel Mihovil verfügt übrigens über einen Hundezwinger, der natürlich ganz im Dalmatiner-Look gestrichen ist... Zum Abendessen gab es Grillteller. Ja, ich wiederhole mich, ich weiß. Ist aber auch lecker. Besonders, wenn man tagsüber nur zwei Äppel hatte.

Mittwoch, 03. September 2008: Knin - Sadine - Knin

Auch heute war die grüne 025 vor den Pu-Zügen Split - Perkoviæ im Einsatz. Die Einfahrt in Perkoviæ um kurz nach 8 wäre lichttechnisch gut gekommen. Wir fuhren um 7 los und stellten eigentlich schon am Ortsrand von Knin fest, dass das mit 8 Uhr in Perkoviæ mit uns nichts werden würde. Um 7 herrschte schon reges Treiben in Knin, der Verkehr war entsprechend dicht. Wie 2006 fiel uns Knin mal wieder als ungeheuer junge und quirlige Stadt auf, während wir im Juni eher nicht so begeistert waren, weil all zu viele Olivgestalten in der Stadt zu sehen waren. Die fehlten diesmal fast vollständig im Stadtbild...

Hinter Kosovo kam uns potentielles Ersatzprogramm entgegen: Ein Güterzug rollte langsam in das Ausweichgleis ein. Wir drehten um und wollten mal versuchen, die markanten Felsen zwischen Kosovo und Knin westlich der Bahn mit dem Zug in Szene zu setzen. Wir hatten gerade noch Zeit genug, um an einem BÜ (bessere Wiesenzufahrt) auf die Ostseite der Bahn zu gelangen. Der Zug war dann etwas länger als erwartet, doch durch einen schnellen Kameraschwenk bekam ich ihn dann doch noch unangeschnitten vor den Felsen in die Kiste.

In Kosovo war noch nichts von der Übergabe zu sehen gewesen. Oli konnte sie auch im System nicht finden. Deshalb einfach mal an einer anderen Stelle mit Felsen im Hintergrund für die Übergabe in Position gebracht. Wir brauchten gar nicht lange zu warten, da war in der Ferne das Grummeln einer GM zu hören. Nach deren Vorbeifahrt hatten wir die Wiese allerdings auch nicht mehr für uns. Eine Hirtin kam mit vier Rindern an, die sie hier an Pflöcken im Boden ankettete. Sie war dann wohl auch unsere einzige Begegnung auf der Tour, mit der wir uns nicht in englisch oder deutsch unterhalten konnten. Aber paar Brocken kroatisch zur Erklärung des Tuns hat man sich ja mittlerweile angewöhnt, so dass man das Wichtigste austauschen konnte. Sie hieß Smila und sie empfahl uns zum Fotografieren auch eine Brücke ein Stück weiter. Für die nun folgenden nordfahrenden Personenzüge wagten wir von etwas anderer Position Nachschüsse (diesmal war der ICN beschmiert und der Y1 sauber), dann machten wir uns nach einem Supermarkt-Besuch in Drni¹ auf den Weg in die Umleitung.
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« Odgovor #6 : Lipanj 01, 2009, 23:19:15 »



Ein sauberer 7122 vor den Felsen nördlich Kosovo.

Das nächste Ziel war gar nicht mehr so fern: Der Mittags-Pu von Split nach Une¹iæ, den man oberhalb Perkoviæ an einer Stelle noch mit angestrahlter Front umsetzen konnte. Kaum waren wir aus dem Auto gestiegen, hörten wir schon wieder den gewissen Sound durch die Bergwelt grummeln. Das konnte aber noch nicht der Pu sein! Der war es auch nicht. Es handelte sich um die zurückkehrende Übergabe, ausnahmsweise mal mit Begleitwagen hinten. Der Lokführer grüßte mit dem Victory-Zeichen, das passte! Der Pu folgte im Blockabstand, hatte die grüne 025 vor und die Wagen waren auf dieser Seite sauber! So soll's sein!
 

Grüne Lok vorm Pu zwischen Perkoviæ und Une¹iæ.

Gerade dachten wir, dass man nun den Ra¾ine-Zug nochmal bei den Felsen oberhalb Vrpolje probieren könnte, da kam die Zugmeldung (eingehende SMS entlocken meinem Handy das Läuten eines alten Telefons; das klingt wie eine Zugmeldung), dass der Zug Ra¾ine schon vor einer Viertelstunde verlassen habe. Schade. Nun für den Zug oberhalb Perkoviæ aufgestellt, wo man mit den hier allgegenwärtigen Steinmäuerchen etwas machen konnte. Lange mussten wir warten, denn erstmal waren ICN beider Richtungen angesagt. Dann kam der Phosphatzug, nunmehr nur noch mit wenig Licht auf der Front. Trotzdem hübsch! Allmählich machte die Hitze zu schaffen. Aber besser Hitze als Regen, das Auto hatte ja Klimaanlage. Zunächst noch nordwärts bei Planjane rumgeschaut, dann jedoch die Zugpause genutzt, um für das übliche Nachmittagsprogramm erneut die Hänge oberhalb Ka¹telas aufzusuchen.

Erstmal Supermarkt gestürmt, Eiskaffee und Wasser besorgt, dann nach einem ruhigen, schattigen Plätzchen bei Sadine geschaut. Das Auto ließen wir oberhalb des Hp stehen. Wir hatten den Eindruck, dass der Fahrweg eh nur noch bis zum nächsten Haus führen würde. Entlang des Gleises mal hinter den nächsten Einschnitt oberhalb des Hp geschaut. Das sah alles ganz nett aus, doch es gab ein Problem: Hier fehlte jeglicher Schatten! Und die Sonne brannte ganz schön. Dennoch erstmal hingesetzt und den Eiskaffee getrunken. Der Ausblick war wunderbar, ein leichter Wind milderte die Hitze minimal ab. Offenbar führte der Weg doch noch ein ganzes Stück weiter, denn wir sahen Kies-LKWs bis zu einer Abladestelle oberhalb von uns an der Bahn den Weg langrumpeln. Es war viel Zeit zum Dösen, daher mal meinen Regenponcho als Sonnenzelt in einem Busch ausgebreitet und mich in dessen Schatten gelegt. Nico suchte sich Schatten im Bahn-Einschnitt. Als plötzlich ein Tröt ertönte, konnte er ganz schön flitzen ;-)

Es kam eine rote Rangierlok den Hang hochgekeucht, danach war wieder Ruhe. Den ICN nahmen wir uns hier, dann liefen wir durch den Einschnitt zurück, da uns für die interessanten Züge die Motive bei Sadine doch besser gefielen. Den Pu mit der grünen Lok gaben wir uns am Haltepunkt (hier hätten wir schön im Schatten einiger Pinien sitzen können!), der sehr interessant am Hang inmitten der Steigung liegt. Das "Anfahren am Berg" war selbst bei einem kleinen Personenzug schon soundtechnisch sehr interessant. Danach stellten wir uns am Rand des Einschnittes oberhalb des Hp für den Güterzug auf. Obwohl wir nicht weit vom Hp entfernt waren, lag das Gebäude des Hp schon wieder ein ganzes Stück unter uns - so steil geht's hier hoch. Der ICN rollte abwärts durch, und als dieser in Ka¹tel Stari war, begann das Konzert. Zehn Minuten später kroch der 60308 mit ohrenbetäubendem Gebrüll an uns vorbei.
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« Odgovor #7 : Lipanj 01, 2009, 23:28:11 »



Der ICN an unserem schattenlosen Platz oberhalb Sadine.

Da eine Verfolgung von hier aus wenig sinnvoll erschien, beschlossen wir, mal ganz gemütlich die beim Bahnhof Ka¹tel Stari in Serpentinen aufwärts führende Straße nordwärts zu fahren und die Straßensperrung vor Drni¹ großzügig östlich zu umgehen. Die Fahrt an den Hängen hoch war sehr eindrucksvoll. Von ganz oben wirkte es so, als ob die schon hoch am Hang führende Bahn fast schon in der Ebene verliefe. Hinter dem Pass ging es in Serpentinen steil in ein nördlich der an der Bucht verlaufenden Bergkette liegendes Tal hinab. Offenbar führte die Straße quer zu allen Tälern, denn nach Querung der Autobahn ging es nun wieder mächtig aufwärts. Insgesamt war dies mal eine interessante Fahrt durch abgelegendste Gegenden mit vielen hübschen Steinmäuerchen.
 

Blick von ganz oben auf Ka¹tela (vorn), Solin (ganz links)
und Split (hinter der Bucht). Der Bahnhof von Ka¹tel Stari
befindet sich da ganz unten bei der Kirche
(ziemlich weit rechts unten).

An einer Stelle wurde aus der zweispurigen Straße allerdings ein asphaltierter Feldweg. Und zu unserem Missfallen lenkte der Weg nun mehr in westliche Richtung, anstelle sich wie auf der Karte verzeichnet stramm nach Norden zu wenden.

Aus Richtung (Ka¹tela -) Kladnice kommend, hätten wir hinter Gornje Vinovo wohl rechts abzweigen müssen. Da der rechte Strang auf der "guten" Freytag & Berndt als die Hauptstraße hoch zur 56 eingezeichnet war, rechneten wir natürlich nicht damit. Gesperrt war die 33 zwischen Drni¹ und Pakovo Selo, Umleitung also offiziell über Kaocine.

Die Landschaft war klasse, der Weg gut, immer wieder hatte man neue Ausblicke über die völlig abgelegene steinige Gegend. Allerdings wuchs unsere Befürchtung immer stärker, dass wir bald auf die Bahn-parallele Straße stoßen würden - und zwar noch vor deren Sperrung! Bei paar entlegenen Hütten standen sogar Leute am Wegesrand. Bislang war uns kein Auto entgegen gekommen, sollte jetzt etwa gleich... Tatsächlich! In einem Dorf kam Gegenverkehr. Ein österreichischer Postbus als abendlicher Linienbus Planjane - Split! Und zwar "hinten rum", mitten durchs Nirgendwo. Wahnsinn!

Unsere Befürchtung wurde allerdings bald zur Gewissheit: Bei Planjane trafen wir auf Bahn und Straße zwischen Une¹iæ und ®itniæ. Wir hätten also nach Une¹iæ zurück und dann den riesigen westlichen Bogen fahren müssen. Dazu hatten wir nun mal gar keine Lust. Wir fuhren einfach mal nach ®itniæ ran. Am Bahnhof noch keine Anzeichen einer Sperrung, doch bei der Einmündung in die Straße ©ibenik - Drni¹ dann wie erwartet ein "Durchfahrt verboten" und ein rundes blaues Schild, das einen U-Turn vorschrieb (noch nie zuvor gesehen). Unter den neugierigen Blicken einiger Anwohner standen wir nun da. Glücklicherweise kam gerade ein Auto aus Drni¹ um die Ecke gebogen. Wir hielten es einfach mal an und fragten den Fahrer, ob man denn da nach Drni¹ käme. Er meinte mit bedenklichem Gesicht sinngemäß "ja, aber sehr schmal!"

Wir wagten es also mal. Grundsätzlich war die Straße in Längsrichtung aufgerissen. Mal konnte man auf der halbseitigen Asphaltdecke fahren und musste irgendwelchen Brocken ausweichen, dann musste man auch mal auf die Schotter-Hälfte runter. Die Arbeiten ruhten zum Glück, tagsüber wäre die Fahrt nicht drin gewesen. Einmal mussten wir ausweichen, weil Gegenverkehr kam, auch nicht weiter schlimm. So waren wir also guter Dinge, dass das ja alles doch gar nicht so schlimm wäre. Bis, ja bis wir an die Brücke über die Bahn kamen. Jetzt kam das "sehr schmal" ins Spiel. Über die Brücke führte so ein komischer lehmiger Bröckelbelag in einer Breite, die etwa der Breite unseres Autos entsprach. Wir wagten es. Und waren froh, als wir gesund drüben angekommen waren. Das war dann auch das größte Hindernis gewesen. Auf der weiteren Straße klafften höchstens paar sehr tiefe Löcher, die man umfahren musste. Das gelang und wir kamen heile in Drni¹ an.


Die Brücke über die Eisenbahn war das größte Hindernis...

Nördlich Drni¹ lag die Bahn leider schon im Bergschatten, so dass wir uns von einem entgegen kommenden Gz auch nicht weiter in Panik versetzen ließen. Dafür konnten wir einen letzten Abend auf der Terrasse des Hotel-Restaurantes genießen. Es gab frisch gegrilltes Lamm. Diese an Drehspießen gegrillten ganzen Lämmer oder Spanferkel sind ja eine hiesige Spezialität. So lecker das Fleisch auch immer ist, so ist die Auswahl der Fleischstücke doch immer Glücksache. Das Vieh war schon etwas schwierig zu essen. Paar Tische weiter aß der Senior-Chef des Hotels allerdings seinen Lammteller mit umgebundener Serviette, Zehn-Finger-Technik und sichtlichem Hochgenuss. Das hatte schon wieder etwas...
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« Odgovor #8 : Lipanj 01, 2009, 23:44:05 »


Donnerstag, 04. September 2008: Knin - Lièko Polje - Kostrena

Wir hatten nun viele schöne 2062-Bilder machen können, meist standen die Loks sogar richtig rum und das Licht passte auch in der Regel. Deshalb stand uns nun mal der Sinn nach Neuem. Heute wollten wir uns deshalb langsam an der Likabahn nordwärts entlang hangeln. Für Freitag und Samstag hatten wir einen gepflegten, entspannten Urlaubsausklang an der Koperbahn im Sinn. Zunächst einmal sahen wir uns allerdings mal wieder bedecktem Himmel gegenüber. Und wieder rückte nach dem Frühstück das Blau aus Richtung Zadarbahn auf uns zu. Daher beschlossen wir, erstmal in die Richtung zu fahren. Heute war auch der Güterzug nach Bibinje gefahren, den wir uns auf der Rückfahrt mal nehmen wollten.

Vor Kistanje führt eine Brücke mitten in der weiten Buschsteppe über die Bahn. Wir versuchten hier (noch im Wolkenschatten) ein Stimmungsbild mit einem ostwärts fahrenden VT. Das war im Prinzip nett, doch hätte es gern ein Westfahrer mit Spitzenlicht gewesen sein dürfen. Hinter Benkovac kam zunehmend die Sonne raus. Jetzt war die Frage, wann der Gz ab Bibinje zurück fahren würde. Wir verließen uns auf Oli, dass er uns rechtzeitig Bescheid geben würde, und suchten mal in den Bergen an verschiedenen BÜs nach Fotogelegenheiten. Gerade entschieden wir uns, mal einen Karrenweg hineinzulaufen, da kam die Zugmeldung: Der Güterzug war bereits vor einer halben Stunde in Bibinje losgefahren. Er konnte jeden Moment kommen. Allerdings war noch nichts zu hören, daher schnell zu einem Motiv, von dem wir wussten, dass etwas geht, zurück gefahren. Oli schrieb, dass die 001 den Gz fahren würde. Die hatte Montag südwärts gerichtet gestanden und käme jetzt sogar vorwärts!
 

Ein Zug ist auch im Bild... Blick von der Brücke vor Kistanje.

Unweit des Hp Ra¹teviæ gewartet, dann kam er! Dummerweise war die 001 schon wieder gedreht worden und stand jetzt falschrum. Für das Haupt-Motiv, das wir mit diesem Zug vorhatten, war das allerdings nicht weiter schlimm. Die Rede ist vom "Hajduk-Split-Motiv". Östlich von Benkovac führt die Bahn auf einem Damm hoch oberhalb der Ortschaft Li¹ane entlang. In Li¹ane gibt es zwar keinen Haltepunkt, wohl aber offenbar einen Fanclub des Fußballvereins Hajduk Split. Dessen Name und das Vereinslogo ist in großen Lettern auf den Bahndamm gemalt worden. Das war mal was anderes. Aufgrund der Entfernung war es schon gut, dieses Motiv mal mit nem Güterzug umzusetzen, die einteiligen VTs würden sich ganz schön verlieren. Leider hebt sich der Güterzug farblich nicht ganz so gut ab. Der nachfolgende VT hatte leider Graffiti.
 

Güterzug hoch über dem Fußball begeisterten Dorf Li¹ane.

Wir wussten aber, dass der in Kistanje wahrscheinlich mit nem sauberen VT kreuzen würde. Da in der Lièko Polje eigentlich erst nachmittags wieder Programm zu erwarten war, wollten wir uns den hoffentlich sauberen VT nach Zadar nochmal mit Weitblick über die Ödnis am Hp Ra¹teviæ geben. Außer uns war hier ein Altmetall-Sammler zugange, der in der Botanik rumsuchte. Merkwürdiges Treiben! Komischerweise war er auch häufiger mal verdächtig nahe am Gleis zugange. Wir mischten uns lieber nicht ein und mampften lieber unsere Mitbringsel aus dem Supermarkt zu Benkovac. Der VT ließ uns lange an dieser merkwürdigen Station warten. Vor dem Häuschen gab es eine Steineinfassung mit Mäuerchen. Hatte sich hier Tito ein Denkmal setzen lassen? Die Bahn wurde ja erst zu seiner Zeit eröffnet. Jetzt war aber alles nur am zerfallen. Der Triebwagen kam mit 20 Min Verspätung. Eine Frau stieg aus, der Lokführer winkte uns freudig zu, und weiter ging es.

Für uns auch. Wir hatten in 50 Minuten einen ICN in der Polje auf dem Zettel. Dank der Autobahn, die ja fast in Luftlinie beide Strecken quer durch das Velebit-Gebirge verbindet, sollte das nicht das Problem sein. Schwierig war nur, auf die Autobahn drauf zu kommen. Die Auffahrt Zadar-Süd war an eine Schnellstraße angebunden, so dass wir erst eine Auffahrt zur Schnellstraße finden mussten. Die Karten von Freytag & Berndt sind (nicht nur) hinsichtlich der Autobahn-Abfahrten völlig falsch, deshalb der Ausschilderung gefolgt. Das war aber auch nicht besser, und wir umkreisten regelrecht die Auffahrt, bevor wir endlich auf der Autobahn waren. Die Fahrt über die Zrmanja-Mündung und an den blanken Wänden des Velebit vor der Kulisse gigantischer Felszinnen empor war phantastisch. Der Tunnel brachte uns schlagartig aus der unwirtlichen Welt der Buschsteppe hinaus in die grüne Landschaft der Lièko Polje. Für den ICN nochmal den Einschnittrand bei Kru¹kovac zwischen Lovinac und Medak aufgesucht. Leider hingen die Wolken an den Bergen des Velebit und vereitelten (wie im Juni so häufig) eine Sonnenaufnahme.
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« Odgovor #9 : Lipanj 01, 2009, 23:59:19 »


Für den nun anstehenden südfahrenden Güterzug wollten wir mal weiter westlich schauen. Westlich von Medak gab es bei einem gepanzerten Denkmal-Fahrzeug einen netten Blick auf die Strecke. Dort stand auch schon ein anderer Fotograf mit seinem Stativ. Nachdem er paar Bilder gezeigt hatte, wusste man auch, um wen es sich handelte. Schöne Grüße nach Waldmünchen an dieser Stelle!


Das Denkmal "Kre¹imir" direkt an der Straße und Bahn durch die Lièko Polje.
Mit diesem Fahrzeug soll wohl der Befreiungsversuch eines Dorfes gestartet worden sein...

Der erwartete Güterzug kam jedoch leider ohne Sonne vorbei. Wir beschlossen, mal hinterher zu fahren, um dem günstig ins Licht fahrenden Gegenzug dann nordwärts zu folgen. Bis hoch nach Malovan gelangten wir, dort war Kreuzung mit dem Gegenzug angesagt. Die Kreuzung dauerte, die Wolken boten einen Krimi erster Klasse! Natürlich musste der Weichenwärter von einem Ende des Bahnhofs zum anderen laufen, aber musste das so lange dauern? Oder war man noch auf nen Kaffee bei Cheffe drin? Dann - endlich - kam der Zug um die Ecke. Die Sonne hielt sich tapfer. Der Zug gefiel uns auf Anhieb. Er hatte die grüne 2062 038 als führende Lok und eine Menge Kesselwagen am Haken (schöner als die allgegenwärtigen Tads-Wagen). Ein idealer Zug um "mit ihm" den großen Sprung nordwärts zu machen.

Obwohl wir in Malovan wieder ganz rüber zur Straße laufen mussten, hatten wir vor Lovinac genügend Vorsprung, um ganz simpel an einem kleinen BÜ neben der Hauptstraße ein weiteres Bild zu machen. Auf besonders raffinierte Motive kam es jetzt nicht an. Vielmehr mussten wir deichseln, dass wir den Zug mal in einer Wolkenlücke erwischten, denn die Wolken hingen nach wie vor am Velebit. Dafür hatten wir, quasi als Motiv-Ersatz, schöne Wolken im Hintergrund.


Der Güterzug kurz vor Lovinac mit tollem Wolkenhimmel.

Durch die Bahnhöfe wird nicht so schnell gefahren, so dass wir den Zug ein drittes Mal hinter Medak erwischten. Ein viertes Mal hinter Peru¹iæ ließen uns einige Wolkenfelder jedoch keine Chance. Wir fuhren auf die Autobahn und auf ihr durch die Mala Kapela. Auf der anderen Seite, bei Ogulin, dürften wir mindestens eine Stunde Vorsprung gehabt haben. Leider konnte sich die Sonne hier nicht so wirklich erfolgreich gegen die Wolken behaupten.

Einfach mal zur langen Gerade bei Latin gefahren, denn auch ein Südfahrer könnte noch kommen. Wie wir da so die Gerade begutachteten, pingelte plötzlich der Bahnübergang. Ein Nordfahrer konnte das nicht sein, den hätte man in der Steigung von Pla¹ki herauf gehört. Schnell ins Auto gesprungen und auf die andere Seite der Geraden gefahren. Da kam er auch schon: Der Südfahrer mit der grünen 026 vorweg - wobei wir es verknusen konnten, dass die Lok falschrum stand. Wir hatten Glück, denn nach Zugdurchfahrt ging das schwache Licht vollends aus. Das war uns insofern recht, da wir ja noch ein gutes Stück fahren wollten. Allerdings überlegten wir, nicht bei Dunkelheit in Slowenien noch eine Unterkunftssuche zu starten, sondern zu einer altbekannten Adresse in Kostrena bei Rijeka zu fahren.

Die Fahrt auf der Autobahn in die Dämmerung hinein war angenehm, dazu gab es die "Tubular Bells" von Mike Oldfield von der CD. Passte irgendwie... Mittlerweile ist sogar die Rijeka-Autobahn größtenteils vierspurig, nur noch wenige Abschnitte fehlen. Über ©krljevo nach Kostrena gefahren. Die Küstenautobahn ist von Rijeka her schon bis ©krljevo freigegeben, gigantische Auffahrten schwingen sich kühn auf hohen Viadukten über dem Abgrund. Wehe dem Autofahrer, der hier nicht die Kurve kriegt! Das Hotel Lucija in Kostrena faszinierte uns wieder mal aufs Neue. Ein Sechzigerjahre-Komplex direkt am Meer an einer Märchenbucht. Eine Renovierung haben die Häuser wohl nie gesehen, viel wirkt geflickt und improvisiert. Aber alles ist pikobello sauber und in Ordnung! Und dann das Personal: Der Junge an der Rezeption mega-korrekt mit Jackett und Krawatte, der alte Kellner (ich habe 2006 von ihm schon berichtet) mit Livree und Fliege. Der Übernachtungspreis von 26 Euro pro Person und Nacht im DZ ist allein schon ein Grund, sich von hier aus mal wieder ausführlich mit der Rijekabahn zu befassen...
 

Sicherheitshinweis im Hotel Lucija: Wenn die Flammen
durch die Tür schlagen, erstmal in Ruhe Zeitung lesen...

Freitag, 05. September 2008: Kostrena - Hrpelje

Auch das Frühstück war begeisternd. Es war mit Abstand das größte Frühstücksbuffet, das wir auf unserer Reise erlebt haben. Leider mussten wir heute schon weiter. Wir hofften auf eine schöne Unterkunft an der Koperbahn. Nach dem Frühstück nutzten wir die neue Auffahrt ©krljevo, um auf die Rijeka-Umgehung zu gelangen. In der Gegenrichtung war fett Stau, wir kamen gut durch. Ein Blick ins Kursbuch verriet, dass gleich der Schnellzug aus Ljubljana entgegen kommen müsste. Diesen nahmen wir in Jurdani mit, allerdings verschwnd die Sonne rechtzeitig zum Zug. Überhaupt hatten momentan die Wolken die Oberhand. Bei ©apjane kurz an den Bahnhof geschaut, dann Kroatien erstmal verlassen. Die herzliche Aufnahme allenorts hat uns mal wieder sehr gefallen!


Das letzte Bild in Kroatien: Chefin und Weichenwärter bei der Zugabfertigung...
Wie lange hält diese heile (aber völlig unproduktive) Eisenbahnwelt in Kroatien noch durch?
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